Anklamer Stadtbruch

Punkt 4 Uhr klingelte in der letzten Woche jeden Morgen mein Wecker. Oft wäre ich lieber liegengeblieben, aber die Angst etwas zu verpassen hat mich regelmäßig aus dem Bett getrieben. Angst, all diese wunderbaren morgendlichen Lichtstimmungen und Beobachtungen zu verpassen welche sich immer wieder bieten. So stand ich dann mal wieder dick eingepackt im Zwiebellook pünktlich jeden Morgen auf dem Aussichtsturm des Anklamer Stadtbruches und staunte über Hirsche, die durchs Wasser zogen, hörte die ersten Kraniche rufen und beobachtete den allmorgendlichen Massenstart der Gänse, die von den Schlafplätzen im Wasser auf die Felder zogen. Wenn dann auch noch leichter Bodennebel die Szene verzaubert, entstehen traumhafte Stimmungen, für die sich das frühe Aufstehen jederzeit lohnt. Dieses Mal war bei den Temperaturen alles dabei – von Sonnencreme bis zum morgendlichen Eiskratzen. Ansonsten ist der Mai eine perfekt Zeit um dieses artenreiche Gebiet zu erkunden. Überall frisches Grün, singende Vögel und blühende Pflanzen, nur das Schilf hat seine Winterfarbe noch nicht abgelegt. Mein Highlight waren diesmal eindeutig die Rothirsche, die jeden Morgen von den Wiesen durchs Wasser zurück ins Moor zogen. Aber auch sonst gab es wieder viel zu sehen und zu erleben. So viel, dass der Schlaf bei mir dann doch viel zu kurz gekommen ist. 

 

Wie immer eine wunderschöne Zeit, die viel zu schnell vorbeigegangen ist. Aber in 4 Monaten werde ich wieder früh morgens staunend auf dem Aussichtsturm des Anklamer Stadtbruches stehen und die Zeit vergessen.

 

Ganz viele Bilder aus dem Anklamer Stadtbruch gibt es hier: Anklamer Stadtbruch

 

Jeden Morgen wieder neue fantastische Lichtstimmungen.

Stelzenläufer am frühen Morgen

Was sich so alles im Schilf bewegt

Morgenstimmung am Mühlengraben

Frisches Frühlingsgrün überall

Die Feldsperlinge am Aussichtsturm haben eines der frisch gebauten Mehlschwalbennester übernommen. Mit der Feder einer Pfeifente sollte nun wohl das neue Haus gemütlicher gemacht werden.

Jede Menge spannende Beobachtungen und Begegnungen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0